Max Hardcore war das Pseudonym des US‑amerikanischen Darstellers, Produzenten und Regisseurs Paul F. Little, der am 10. August 1956 in Racine, Wisconsin geboren wurde und am 27. März 2023 in Los Angeles, Kalifornien verstarb. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf und begann seine Karriere fernab der Filmindustrie, bevor er Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre in die Erwachsenenfilmbranche wechselte. Sein richtiger Name war Paul F. Little, aber er nutzte zahlreiche Künstlernamen, darunter Vince Hardcore, Video Paul, Sam Smythe und Max Steiner. Er war eine der bekanntesten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten der Hardcore‑Pornobranche.
Max Hardcore wurde in den frühen 1990er Jahren international bekannt, insbesondere durch seine extremen Filmreihen, die er selbst produzierte und in denen er häufig als Darsteller auftrat. Sein Stil wurde oft als „Gonzo‑Pornografie“ beschrieben und zeichnete sich durch sehr direkte, provokante und bisweilen grenzüberschreitende sexuelle Darstellungen aus. Hardcore gründete seine eigene Produktionsfirma namens Max World Entertainment, über die er zahlreiche Werke veröffentlichte. Er arbeitete über Jahrzehnte intensiv in der Branche und hinterließ ein umfangreiches Œuvre aus hunderten Filmen als Darsteller und Regisseur.
Die Inhalte in Max Hardcores Filmen führten wiederholt zu heftigen Debatten über Pornografie, Kunstfreiheit und gesetzliche Grenzen. In den 2000er Jahren geriet er mehrfach in Konflikt mit den US‑Behörden. 2007 wurde er vom US‑Justizministerium wegen der Verbreitung von „obszönen“ Inhalten angeklagt und 2008 in mehreren Punkten für schuldig befunden, was zu einer Haftstrafe von 46 Monaten führte. Er trat seine Strafe im Jahr 2009 an und verbrachte Zeit in verschiedenen Haftanstalten, bevor er im Jahr 2011 entlassen wurde. Nach seiner Freilassung setzte er seine Arbeit fort, auch wenn sich sein Stil und seine Einflüsse in der Branche wandelten.